Grundbuch statt Sparbuch

Auszug aus Focus online vom 26.02.2014

Pflegeimmobilie-5%

Der Nährboden für einen Boom der Pflegeimmobilien ist bereitet. Im Jahr 2009 lebten rund 749 000 Menschen in Deutschland in stationären Pflegeeinrichtungen. Nach den Hochrechnungen des Statistischen Bundesamts wird die Zahl der Personen, die 80 Jahre oder älter sind, von 2011 bis 2050 von 4,3 auf 10,2 Millionen steigen. Die Zahl der Pflegebedürftigen soll 2050 zwischen 3,7 und 4,4 Millionen Menschen liegen. Das ist eine Verdoppelung der Anzahl der pflegebedürftigen Menschen gegenüber 2005. Neue Pflegeplätze werden also dringend benötigt. Zumal viele Pflegeeinrichtungen den heutigen Anforderungen nicht mehr genügen.
Zur Überalterung der Bevölkerung kommt ein zweiter Trend: Gleichzeitig sinkt auch die Anzahl der jüngeren Menschen, die die häusliche Pflege übernehmen könnten. Also dürfte der Bedarf nach professioneller Betreuung im stationären Bereich überdurchschnittlich stark steigen. Experten gehen von einer Million zusätzlich benötigter Pflegeplätze innerhalb der nächsten Jahrzehnte aus. Die Statistik zeigt: Für Nachfrage ist gesorgt, Leerstand ist nicht zu befürchten. Voraussetzung: Der Betreiber des Pflegeheims beherrscht sein Handwerk. Seine Eignung ist mithin intensiv zu durchleuchten, ehe die Entscheidung für ein Engagement fällt.
Der Einstieg ist möglich über Geschlossene Fonds mit etwa einem Altersheim oder über Direktinvestments. Bei Pflegeapartments handelt es sich um rechtlich eigenständiges Teileigentum, über das sich, wie bei einer Eigentumswohnung, frei verfügen lässt. Der Eigentümer bekommt einen eigenen Grundbucheintrag und ein bevorzugtes Belegungsrecht.
Der Eigenkapital-Einsatz für ein rund 50 Quadratmeter großes Apartment beträgt knapp 21 000 Euro. Der Rest wird fremdfinanziert. Banken beleihen solche Objekte gern – zu den aktuellen Tiefstzinsen. Eine zehnjährige 100 000-Euro-Hypothek kostet heutzutage im Idealfall nur 2,5 Prozent Effektivzins und belastet die Haushaltskasse bei zwei Prozent Anfangstilgung mit rund 380 Euro im Monat. Der Clou: Wer sich verschuldet, profitiert über den Kredit sogar vom negativen Realzins – im Gegensatz zum braven Sparer mit Sparbuch, Festgeld & Co.

Weitere Informationen zum Thema Pflegeimmobilie erhalten Sie hier.

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